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Lomography – Smartphone Filmscanner

Vom Kleinbildfilm zum Bild gelangt man über zwei verschiedene Wege: Ausentwickeln oder Scannen. Mit dem Lomography Smartphone Filmscanner könnt Ihr Eure 35mm Filme mit dem Handy digitalisieren. Der über die crowdfunding-Plattform Kickstarter finanzierte Scanner bietet alles, was man braucht, um Fotos aus den Negativen zu gewinnen. Verschiedene Apps geben zusätzlich viel Spielraum bei der Nachbearbeitung. Ob es sich bei dem Gadget nur um ein Spielzeug handelt oder ob die Ergebnisse brauchbar sind, erfahrt Ihr in diesem Erfahrungsbericht. 

Smartphone-Filmscanner von LOMOGRAPHY

Smartphone-Filmscanner von LOMOGRAPHY

Erster Eindruck:
Wir öffnen die Verpackung und finden dort sechs Einzelteile. Der Smartphonescanner besteht aus einer Deckeleinheit mit Spanner für das Handy, drei Mittelstücken, mit denen sich der Abstand zum Unterteil variieren lässt, die Durchlichteinheit und ein spezieller Adapter für LomoKino Filmstreifen. Die beiliegende Bedienungsanleitung hilft bei der Montage, da sie aber keine erklärenden Grafiken oder Bilder enthält, stellt sich erst einmal allgemeines Gefummel ein. Alle Teile sind aus Plastik gefertigt, das an Haptik nicht viel hergibt. Ein bisschen hat man Angst, dass das Gerät nicht für die Ewigkeit gebaut ist, aber andererseits steht Lomographie auch synonym für low budget Gerätschaften, daher passt es wieder ins Bild.

Montage:
Die drei Zwischenrahmen sind laut Anleitung dazu gedacht, für jedes Smartphone den passenden Abstand zur Durchlichteinheit einstellen zu können. Wie Fotoapparate auch, haben Handykameras unterschiedliche Naheinstellgrenzen. Für das iPhone (damit habe ich gescannt) empfiehlt die Bedienungsanleitung zwei Zwischenrahmen. Auf dem Foto nebenan, seht Ihr welcher Bildausschnitt sich dadurch ergibt. Das Handy selbst spannt man oben in den Deckel ein. Der Spanner ist gummiert und hält das Telefon fest in seiner Umklammerung. Außerdem kann man ihn horizontal verschieben, um das kleine Loch am Scanner mit der Rückkamera des Smartphones in Deckung zu bringen. Das ist ein mittelgroßes Gefiesel, aber ermöglicht eben auch den Einsatz unterschiedlichster Handy-Varianten. Die mit zwei AAA Batterien betriebene Durchlichteinheit  setzt man unten an und schaltet sie am kurzen Ende mit einem Schieber ein. Ein Fenster von der Größe eines 35mm Films beginnt zu leuchten. Es kann also losgehen.

Scannen:
Wir nehmen einen 35mm Filmstreifen zur Hand und führen ihn vorsichtig in den links an der Durchlichteinheit liegenden Schlitz ein. Der Transport erfolgt über ein kleines Drehrad an der Stirnseite. Ist der Film nicht ganz glatt, sondern wölbt sich ein wenig, stellt sich auch schon ein erstes Problem: Der Film bleibt in der Durchlichteinheit hängen und lässt sich nicht weitertransportieren. Das scheint mir der einzige wirkliche Konstruktionsfehler des Gerätes zu sein, denn man muss, um an das zweite Bild zu gelangen, den Deckel öffnen und den Film mit dem Finger etwas nach unten drücken und dabei weiterdrehen. Jetzt aber zum Scan an sich. Ich habe die normale Kamera-App des iPhones geöffnet und sehen nun das beleuchtete Negativ umrahmt von recht viel schwarz. Tatsächlich ergibt sich durch den Abstand der Kamera zum Film ein eher geringer Bildausschnitt, der nur etwa 1/3 des Bildschirms füllt. Die App stellt Blende und Belichtungszeit automatisch ein… ich drücke ab. Wer mehr Kontrolle über Blende und Belichtungszeit haben möchte, dem empfehle ich die kostenpflichtige App „Camera+“

Nachbearbeitung:
Auf der Microsite von Lomography versprechen die Macher eine speziell auf den Scanner ausgelegt App, die alle nötigen Features zur Nachbearbeitung vom Zuschnitt, über die Farbinvertierung, bis hin zu Farb- und Kontrastanpassungen bereit halten soll. Diese ist aber noch in der Entwicklung begriffen, sodass ich mich auf andere Apps im Appstore verlassen muss. Vor allem die Invertierung vom Negativ zum Positiv können nicht viele Fotoapps. Nach längerer Suche bin ich aber auf zwei gestoßen, die diese Funktion bereitstellen: Photoshop Express und DXP – beide kostenlos. Da ersteres Programm die schönere Oberfläche und den besseren Workflow bietet, habe ich vor allem damit gearbeitet. Wenn man das Bild aus dem „Aufnahmen“ Ordner in die App geladen hat, gibt es in PS Express einen Filter „Invert“, den man auf 100% stellen muss. Auch für den Zuschnitt gibt es hier ein Werkzeug. Wenn man will kann man auch weitere Anpassungen mit der App vornehmen. Ich habe aber bessere Erfahrungen mit Snapseed (auch gratis im Appstore erhältlich) gemacht. Alles in allem sind die Bilder durch den leichten Transport und das Abfotografieren schnell gemacht, die Nachbearbeitung frisst aber viel Zeit. Einzelne Filmstreifen kann man so zwischendurch zwar digitalisieren, aber um Papas Negativsammlung digital zu archivieren bräuchte man wohl mehrere Jahre.

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Bildqualität:
Nun kommen wir zu einer weiteren Schwachstelle des Scanners. Natürlich erwartet man von einem LOMOGRAPHY Filmscanner keine Ergebnisse wie von einem Nikon Coolscan und Consorten, aber er verspielt durch sein Konzept ein paar Chancen. Wie schon erwähnt wird nur ein Teil des sowieso schon mickrigen Kamerasensors genutzt, um den Film zu digitalisieren. Je nach Auflösung der Kamera ergeben sich dadurch entsprechend geringere Pixeldichten. Die iPhone-Kamera löst mit 5MP (2560 x 1920 Pixel) auf. Das Endergebnis umfasst dann nach Zuschnitt nur noch 1058 x 1169 Pixel oder 1,2MP wenn man die Filmränder nicht abschneidet. Außerdem gehen natürlich auch Bilddetails verloren. Knackig und scharf ist leider etwas anderes. Im Netz kann man solche Bilder zwar noch einigermaßen nutzen, Ausdrucke sind damit allerdings eher nicht der Hammer. Nichts desto weniger sind die digitalen Bilder am Ende zufriedenstellend, wenn man nicht zu viel erwartet und etwas Zeit in die Nachbearbeitung investiert. So erhalten sie einen meist auch gewünschten Lomo-look. Ich neige dazu, den Scanner als interessantes Spielzeug zu kategorisieren und gebe gerne zu, dass ich richtig Spaß mit ihm hatte.

Den Lomography Filmscanner gibt es für 59,-€ im Lomography-online-shop.

 
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Verfasst von - 28. März 2013 in Produkttests

 

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Mit der Russin in Österreich – Zorki 4 in Faistenau

Wer mit einer rassigen Russin in den Urlaub fährt, braucht starke Nerven, aber ich tue ihr Unrecht. Meine kleine Zorki ist wirklich pflegeleicht. Dabei war die Woche in Faistenau im Salzkammergut die erste Belastungsprobe für unsere junge Beziehung. Das Wetter? Von 10 cm Neuschnee bis 17°C war alles dabei. Ich habe die Zorki auf 1600m über den Meeresspiegel geschleppt und sie in den Straßen der Salzburger Altstadt Gassi g’führt. Die Ergebnisse seht Ihr hier:

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Autor: Andreas Fingas

 
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Verfasst von - 19. April 2012 in Arsenal, Bilder, Caffenol

 

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Keine vorzeitige Entbindung

Es ist ein weit verbreitetes Vorurteil, dass der Analogfotograf durch die begrenzte Anzahl verfügbarer Bilder auf einem Negativfilm, bewusster und ernster mit diesem Medium umgehe als der Digitalfotograf. Allgemein gilt dies als positive Eigenschaft der analogen Fotografie – ein Bisschen Zen eben.
Ich stelle aber immer wieder fest, dass es schmerzlich lange dauern kann, diese scheinbar lächerlichen 36 Bilder zu verknipsen, vor allem wenn man damit eine kürzlich angeschaffte Analoge testen will. Gleichzeitig widerstrebt es mir einen Film vorzeitig abzubrechen, zurückzuspulen und unter hastigem Lechzen den braunen Fluten zu übergeben. Also habe ich – dieses Mal meine FED 5 – die Knipse den Film voll austragen lassen und schließlich wohlgenährt an Fotos gestern entbunden. Eine kleine Auswahl dieser Schüsse findet ihr hier unten. Die gute Nachricht: Meine FED 5 läuft in allen Bereichen ganz ausgezeichnet ;). Die beunruhigende Nachricht: Fünf weitere Kameras sind immer noch trächtig…

 

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Verfasst von - 11. März 2012 in Bilder, Caffenol

 

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Ein aufgewärmter Flirt

Als die Kälte noch klirrte, als einem noch der Atem die Nasenscheidewand mit Raureif überzog – kurzum – vor einer Woche trug ich meine FED 3 spazieren und fing mir diese drei Bilder. Ich bin erst vor Kurzem wieder auf die analoge Fotografie gestoßen, so wie man seine erste Freundin nach Jahrzehnten wieder trifft und sich nur noch an die guten Dinge erinnert. Dieses Mal wollte ich die Beziehung aber auf solidere Füße stellen und begann damit, meinen ersten SW Film mit caffenol zu entwickeln. Bisher verstehen wir uns gut, meine Ex und ich und vielleicht hilft die Wundersuppe ja, eine ernste Sache aus unserem aufgewärmten Flirt zu machen…

 

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Autor: Andreas Fingas

 
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Verfasst von - 20. Februar 2012 in Bilder

 

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