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Mit der Russin in Österreich – Zorki 4 in Faistenau

Wer mit einer rassigen Russin in den Urlaub fährt, braucht starke Nerven, aber ich tue ihr Unrecht. Meine kleine Zorki ist wirklich pflegeleicht. Dabei war die Woche in Faistenau im Salzkammergut die erste Belastungsprobe für unsere junge Beziehung. Das Wetter? Von 10 cm Neuschnee bis 17°C war alles dabei. Ich habe die Zorki auf 1600m über den Meeresspiegel geschleppt und sie in den Straßen der Salzburger Altstadt Gassi g’führt. Die Ergebnisse seht Ihr hier:

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Autor: Andreas Fingas

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Verfasst von - 19. April 2012 in Arsenal, Bilder, Caffenol

 

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Schnee im Sommer – ohne Photoshop

Manchmal greift man nach den Sternen und findet sich doch in der Kloschüssel wieder. Wer auf ebay die dort weit verbreiteten Zorkis/FEDs und Consorten ersteigert, kann Glück haben und halbwegs gut erhaltenes Gerät bekommen. In anderen Fällen, wie zuletzt bei meiner Zorki 6 bekommt man aber leider Schrott. Wenn nach den ersten trockenen Versuchen ohne Film die Zeiten nach Gehör eingermaßen laufen, sich alles dreht, was sich drehen lassen soll und sonst nichts wackelt, fasst man schon Mut. Spätestens nach dem ersten damit geschossenen Film und dessen Entwicklung kommt man der Sache aber auf den Grund und dieser kann dunkel und traurig sein – oder wie bei meiner kleinen Russin: gesprenkelt mit überbelichteten Punkten.

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Wie an den beiden Bildern hier gut zu erkennen ist, hatte ich bei dem Bild mit der Kutsche den Verschluss schon längere Zeit vorher gespannt, bei dem Bild mit den Blumen habe ich erst direkt vor dem Klick gespannt. Daher auch die unterschiedliche Menge an Licht, die durch die unzähligen Löcher im Vorhang eintreten konnte. Es sieht ein wenig so aus, als würde es schneien – und das ganz ohne aufwendige Photoshop Bearbeitung – aber klar ist, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt.

Ein Test mit der Taschenlampe bestätigte mir anschließend auch, dass der Verschlussvorhang bei ausgelöstem Verschluss 1a in Ordnung war. deshalb war ich auch beim Einlegen des Films nicht stutzig geworden. Bei gespanntem Auslöser aber, zeigt sich ein trauriges Bild. Die Gummierung war nur noch in Resten zu erahnen und daher kam auch der Lichteinfall. Schade um die kleine Russentusse, aber eine Hoffnung bleibt.

Hier gibt es sehr detaillierte Reparaturanleitungen und das nicht nur für Russinnen, sondern auch für andere alte Kameras. Ist auf jeden Fall ein Blick wert, wenn die Gutste kränkelt. Wie es mit meiner Zorki 6 wird, verrate ich Euch dann demnächst.

 

Autor: Andreas Fingas

 
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Verfasst von - 20. März 2012 in Arsenal, Bilder

 

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FED 5 – Der Elefantenmensch?

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Ich habe mir sagen lassen müssen, dass viele Analog-Fotografen ein dunkles Geheimnis hüten. Viele hätten eine Zorki, eine FED C oder zur Not eine FED 2 oder besser noch eine Kiev, weit ab der Kindereien mit 35mm Film zuhause. Gerne reden diese Fotoartisten über ihr anachronistisches Arsenal, wobei ich dieses Adjektiv im bestmöglichen Sinn verstanden haben möchte. Gleichzeitig verbergen sie jedoch eine FED 5, als wäre sie der Elefantenmensch unter den Analog-Knipsen. Warum? Das ist mir ein Rätsel. Ich mag meine FED der späten Tage. Sie hat einen gut funktionierenden Selen-Belichtungsmesser und auch der Entfernungsmesser ist nicht obszön verschoben, wie es mir bei so mancher FED 3 und Zorki 4 schon untergekommen ist.

Meiner Ansicht nach stammen übrigens 90% der in der Bucht gehandelten FEDs und Zorkis aus dem Bestand der ehemaligen russichen und ukrainischen Ausschuss-Kontainer dieser Kamerahersteller. Es ist ein wahres Wunder, wenn man ein einigermaßen gut erhaltenes Exemplar dieser vermeintlich grundsoliden Kameras ersteigert. Daher mein Rat an alle, die die Gelegenheit haben: Geht auf die Börsen, nehmt die Dinger in die Hand und schätzt ab, ob die Zeiten laufen, prüft, ob der Entfernungsmesser horizontal und vertikal justiert ist und blickt mal von hinten durch den sich öffnenden Tuchverschlus, ob er nicht einfach durchrauscht. Damit werdet ihr sicher glücklicher!

Nun aber zurück zu meinem Elefantenmädchen. Wie auch die FEDs vor ihr beruht sie technisch gesehen auf den Vorkriegsleicas. Das Design dieser seit 1978 (bis heute!) gebauten Kleinbildkamera hat sich von ihrer Urgroßmutter aber doch schon weit entfernt. Der Kopfteil ist ungewöhnlich hoch, was ihr ein etwas klobiges Feeling verleiht. Das ist wohl dem Einbau des Belichtungsmessers geschuldet. Von der FED 5 existieren verschiedene Versionen, über deren Unterscheidungsmerkmale hier mehr zu erfahren ist.
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Verfasst von - 23. Februar 2012 in Arsenal

 

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